Märkische Allgemeine Zeitung, 15.01.2013

„Zeitreise durch die Mode“

Kulturstaatsekretär Gorholt sicherte den Meyenburgern für den Betrieb des Modemuseums ab Sommer 2014 seine Hilfe zu

Von Beate Vogel

Meyenburg: Kultustaatssekretär Martin Gorholt sicherte gestern Mittag beim Besuch des Meyenburger Modemuseum seine Hilfe zu. Hintergrund ist, dass Museumschefin Josefine Edle von Krepl bekannt gegeben hatte, im Sommer 2014 in Rente gehen zu wollen. Eine Interessentin für Ihre Nachfolge gibt es laut von Krepl. Die Stadt, das Amt und von Krepl beraten nun, wie ddas Museum im Schloss weiter betrieben werden kann. Dazu hatten sie Gespräche mit dem Land aufgenommen. Für die Sammlung selbst interessiert sich die Kulturstiftung der Länder.
Der Prignitzer Landrat Hans Lange schlug eine Bresche für das Museum. Er war gut informiert über die Problematik, die nun bis zum nächsten Jahr gelöst werden muss. Dass der Standort der Richtige ist, davon sind alle fest überzeugt: „ Schloss und Museum sind über die Region hinaus bekannt“, bekräftigte der Landrat. Und für Bürgermeiser Falko Krassowski ist klar: „ Die Kombination Schloss und Museum muss zusammenbleiben.“ Das wertete auch Gorholt als eben das, was das Museum zu etwas Besonderem mache.
Von Krepl erläuterte auf Gorholts Nachfragen, dass jährlich um die 10 000 Besucher durch das Museum gehen oder die monatlichen Veranstaltungen besuchen. Die Arbeit im Museum sei für sie mehr als ein Full-Time-Job: „ Das ist mein Baby.“ Gorholt erfuhr dass die Kleider in der Ausstellung gerade mal ein Zehntel der Sammlung ausmacht.
Von den Einnahmen des Museums müssen drei Personalstellen finanziert werden, erklärt von Krepl: „ Neben meiner sind das zwei Mitarbeiterinnen.“ Letztere werden teils gefördert. Zudem gebe es drei Stellen, die jedoch irgendwann wegfallen. Amtsdirektorin Kartin Lange ergänzte, dass die Stadt die Nebenkosten trage.
Laut Landrat Lange seien nun drei Punkte zu klären: „ Wer wird das Museum persönlich weiterführen? Gibt es einen Wechsel bezüglich der Institution Modemuseum? Was geschieht mit der Sammlung?“ Es gehe jetzt darum den Betrieb bis zum nächsten Jahr zu organisieren. „Die größte Frage ist, woher man ein entsprechendes Sponsoring bekommt, um das Personal zu finanzieren“, so Hans Lange. „Denn das können Sie nicht und auch das können wir nicht. Die Prignitzer setzen unter anderem auf die Verbindung, die womöglich auch Staatssekretär Gorholt hat. Dieser zeigte sich nach seiner „Zeitreise durch die Mode“ wohlwollend: „Helfen wollen wir auf jeden Fall.“
Im Juni tagt die Kulturstiftung, die sich mit dem Thema befassen will. Davor soll es laut Gorholt auf jeden Fall ein Gespräch mit ihm, der Kulturministerin Sabine Kunst und weiteren Vertretern des Ministeriums geben. Bis dahin soll außerdem der jährliche Finanzbedarf des Modemuseums geklärt werden. Auch wird die Kulturstiftung zwei unabhängige Gutachter beauftragen, die bis zum Sommer die Sammlung Josefine Edle von Krepl schätzen sollen, informierte Amtsdirektorin Lange.


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